Buchhandlung Lesezeichen
Berlin - Nikolassee

Buchhandlung Lesezeichen in Berlin - Nikolassee

Aktuelle Veranstaltungen
 

Samstag, 14.Oktober 2017

14.30 Uhr Weltliteratur für Kinder ab 8 Jahren
"Die Räuber" von Friedrich Schiller

16 Uhr Bilderbuchkino für Kinder ab 4 Jahren
"Oh, wie schön ist Panama" von Janosch

Weitere Infos...

Samstag, 25.November 2017

14.30 Uhr Weltliteratur für Kinder ab 8 Jahren
"Nathan der Weise" von G.E. Lessing

16 Uhr Bilderbuchkino für Kinder ab 4 Jahren
"Das Geheimniss der Weihnachtswichtel" von Sven Nordqvist

Weitere Infos...

Aktuelle Buchempfehlungen

Wodin, Natascha

Sie kam aus Mariupol

Rowohlt Verlag,

Biografie

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Sie kam aus Mariupol

Wodin, Natascha

Sie kam aus Mariupol

Rowohlt Verlag, 2017


Natascha Wodin, heute Anfang 70, wußte jahrzehntelang so gut wie nichts über ihre Mutter, außer daß sie lebensuntüchtig und verzweifelt war, bevor sie sich als junge Frau das Leben nahm. Daß sie am Ende des Krieges aus der Ukraine verschleppte Zwangsarbeiterin in Nürnberg war, wußte die Tochter natürlich, aber nichts über ihren familiären Hintergrund und ihr Leben vor dem Krieg. Durch einen Zufallstreffer im Internet erfuhr die Autorin über einen begnadeten Rechercheur in Rußland vor wenigen Jahren in verschiedenen Etappen extrem viel über ihre Herkunft, plötzlich hatte sie 300 Verwandte. Dieser Teil des Buches, in dem die zunächst stockenden und dann reichhaltig fließenden Informationen ausgebreitet werden, liest sich spannend wie ein Kriminalroman. Unter anderem erhält sie das ergiebige Tagebuch einer Tante. Ähnlich wie bei Nino Haratischwili ("Das achte Leben") erhält man erschütternde Einblicke in die unvorstellbar grausamen Verwerfungen für die Bevölkerung der damaligen Sowjetunion. Noch ergreifender aber empfand ich die Beschreibungen aus eigener Anschauung - das Leben als Kind einer ehemaligen Zwangsabeiterin im Nachkriegsdeutschland wird unsentimental und damit umso eindrücklicher geschildert. Es ist unfaßlich, was Menschen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in weiten Teilen Europas ertragen mußten. Vollkommen zu recht hat Wodin den diesjährigen Leipziger Buchpreis erhalten.

Parks, Tim

Thomas & Mary

Antje Kunstmann Verlag,

Roman

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Thomas & Mary

Parks, Tim

Thomas & Mary

Antje Kunstmann Verlag, 2017


Tim Parks erzählt vom langen Dahinsiechen einer Ehe bis hin zum endgültigen Scheitern. Bis in die tiefsten Verästelungen hinein werden all die kritischen Momente, die eindeutigen und versteckten Signale für das drohende Ende der Beziehung von Thomas und Mary dargeboten. Eine "ganz normale" Mittelstands-Ehe mit zwei halbwüchsigen Kinden, einem schönen Haus und allem, was dazugehört - und doch knirscht es im Gebälk. Dies wird aus allerlei Perspektiven - mal er, mal sie, mal die Kinder, die Freunde und Geliebten - geschildert und so entsteht ein schlüssiges Gesamtbild. Der Autor lässt aber immer durchblicken, dass es auch anders hätte kommen können - er hat sogar für die deutsche Übersetzung der ganzen Darstellung nochmal einen anderen Akzent hinzugefügt. Mit beherztem Zugriff auch auf scheinbar banale Details, großem Realismus und natürlich auch wunderbar britischem Humor wird die Lektüre trotz des betrüblichen Themas zum großen Vergnügen.

Anton Haberditzl

Dones, Elvira

Hana

Ink Press Verlag,

Roman

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Hana

Dones, Elvira

Hana

Ink Press Verlag, 2016


Hana, Studentin der englischen Literatur in Tirana in den neunziger Jahren des 20.Jahrhunderts, akzeptiert aus eigenen Willen ein Mann zu werden. In den archaischen Dörfern der Berge Nordalbaniens hat sich die Sitte erhalten, bei Fehlen eines männlichen Oberhauptes oder auch aus Angst vor Vergewaltigung, die Festlegung -Frau- abzulegen und mit der Festlegung –Mann- alle Rechte und Freiheiten eines Mannes zu erhalten. Nur, sie muß Jungfrau bleiben, bis zum Ende ihres Lebens darf sie nicht erfahren, was es heißt -Frau- zu sein. Hana durchlebt in diesem Roman die aufgezwungenen Metamorphosen. Die Freiheit als –Mann-, die ihr ein Leben in den albanischen Bergen ermöglicht, wird ihr zum Gefängnis und nur durch die Flucht nach Amerika kann ihr die Rückverwandlung nach 14 Jahren in eine Frau gelingen. Diesen schmerzvollen Prozeß beschreibt Elvira Dones in diesem für mich sehr bewegenden Roman.

Ilona Lang

Lüscher, Jonas

Kraft

Beck Verlag,

Roman

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Kraft

Lüscher, Jonas

Kraft

Beck Verlag, 2014


Statt einer Dissertation hat Jonas Lüscher einen sensationellen Gesellschaftsroman geschrieben, eine Mischung aus „Campusroman, Gelehrtensatire und beinharter Kapitalismuskritik", wie die SZ schreibt.

Richard Kraft, Rhetorikprofessor aus Tübingen, Nachfolger auf dem Lehrstuhl von Walter Jens, ist die Karikatur des europäischen Intellektuellen. An der Stanford University bereitet er sich auf die Teilnahme an einem Wettbewerb vor, den ein Dotcom-Milliardär aus dem Silicon Valley ausgeschrieben hat zum Thema: Warum alles, was ist, gut ist, und warum wir es dennoch verbessern können. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind gewollt. Das exorbitante Preisgeld von 1.000.000 Dollar will Kraft dazu nutzen, sich von seiner Frau und Familie zu trennen. Unter dem Portrait von Donald Rumsfeld, den er in seiner Jugend verehrt hat, sinnt Kraft über sein Leben und die Welt nach, überzeugt, dass es für ihn ein leichtes ist, mit seinen rhetorischen Fähigkeiten diesen Vortrag zu schreiben und den Wettbewerb zu gewinnen. In Rückblicken auf seine Studentenzeit, in der er sich zusammen mit seinem Studienfreund Ivan als neoliberaler Salonreaktionär hervorgetan hat, wird erkennbar, dass Kraft – auch der Name ist schon Sartire pur – in Wahrheit ein eitler Schwafler und intellektuelles Leichtgewicht ist. Brilliant formuliert setzt Lüscher Sprache als Mittel ein, die Abgehobenheit von Forschung und Lehre zu enttarnen und lässt so Kraft am Ende scheitern.

Die Lektüre dieses klugen Buches ist ein sprachlicher Leckerbissen, kein „Pageturner", sondern jeder Satz ein Genuss.

Karin Bräunig

Bánk, Zsuzsa

Schlafen werden wir später

S.Fischer Verlag,

Roman

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Schlafen werden wir später

Bánk, Zsuzsa

Schlafen werden wir später

S.Fischer Verlag, 2017


Ein poetisches und lebenskluges Buch über den Alltag von Márta und Johanna, Freundinnen seit den Kindertagen. Das Buch ist in der Form eines Briefromans geschrieben, der mich als Leserin auf eine schöne, langsame Art an der Entwicklung von Sprache und Figuren teilhaben lässt. Und trotzdem lese ich gebannt von den Seeleneindrücken und Leiden des Alltags. Márta ist Schriftstellerin, Mutter von 3 Kindern und ihr Mann Simon, freischaffender Dramaturg, kündigt ihr auf den ersten Seiten an, dass er sie verlassen möchte. Ihre Fragen sind: genüge ich als Mutter, wo kommt das nächste Geld für die täglichen Dinge des Lebens her, habe ich genug Raum für mein eigenes Leben und meine Partnerschaft.

Johanna muss die Leere füllen, die seit der Trennung von Markus in ihr Schwarzwaldhäuschen eingezogen ist. Sie muss sich mit der Angst auseinander setzen, was ist, wenn der Krebs wiederkommt. Ihre Doktorarbeit über die Droste-Hülshoff, das lustvolle Suchen nach Spuren der Droste sind lange Zeit der sinngebende Motor in ihrem Leben. Nach schmerzvollen Prozessen lernt Johanna sich wieder dem Leben zu öffnen.

Beide Freundinnen verbindet die Liebe zur Sprache und zur Literatur. Sie deklinieren mit uns >wenn ich gesund bin> bis in Future II durch und den Sturm lassen sie mit Worten von Hauff um Haus jaulen.

Ilona Lang

Toibin, Colm

Nora Webster

Hanser Verlag,

Roman

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Nora Webster

Toibin, Colm

Nora Webster

Hanser Verlag, 2016


Nora hat mit Mitte vierzig ihren Mann verloren und muss nun allein den Alltag mit ihren vier Kindern bewältigen. Mühsam nur und Schritt für Schritt, voller Selbstzweifel und doch mit großer Beharrlichkeit geht sie voran und zwar auf ihren Wegen und mit ihren Mitteln.
Immer wieder schafft Nora es, sich selbst treu zu bleiben, wenn der Verhaltenscodex des kleinen Dorfes, in dem sie lebt, Freunde, Verwandte und auch die eigenen Kinder Erwartungen an sie herantragen oder mehr oder weniger wohlmeinende Ratschläge erteilen.
Nora ist eine wahre Heldin, ohne im üblichen Sinn heldenhaft zu sein, und ihre Geschichte ist spannend, obgleich sie still und unaufgeregt erzählt wird. Stets bleiben die Schwingungen, die von der großen Liebe zwischen Nora und ihrem Mann ausgehen, spürbar.
Ein ganz wunderbares Buch, bei dem ich mich fragen musste, ob sein Autor nicht doch eine Frau ist.

Beate Mielke

Aktuelle Lesekinder Empfehlungen

Gino, Alex

George

Fischer Verlag,

Besprochen von Olivia

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George

Gino, Alex

George

Fischer Verlag, 2016


George ist ein Mädchen, das im Körper eines Jungen geboren wurde. Sie kämpft damit, ihr Geheimnis für sich zu behalten. Jedes Mal, wenn sie zu dem Geschlecht „Junge“ gezählt wird, will sie am liebsten schreien: „Ich bin kein Junge, ich bin ein Mädchen!!!!“ Als schließlich ein Theaterstück in ihrer Schule aufgeführt wird möchte sie allen zeigen, wer sie wirklich ist und spricht für die weibliche Hauptrolle vor.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil es einfach zu lesen ist und man sich gut in die Hauptfigur hinein versetzen kann. Der/Die Autor/in Alex Gino möchte Kindern zeigen, dass jeder der sein sollte der er in seinem Herzen ist. Ich würde das Buch für Kinder von 10-13 Jahren empfehlen.

Woolf, Marah

GötterFunke Liebe mich nicht

Dressler Verlag,

Besprochen von Maxie

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GötterFunke Liebe mich nicht

Woolf, Marah

GötterFunke Liebe mich nicht

Dressler Verlag, 2017


Die Geschichte handelt von einem 17–jährigem Mädchen Namens Jess, das mit ihrer besten Freundin Robyn in ein Schulcamp fährt. Dieses Camp besucht außerdem eine mysteriöse Familie, die sich anscheinend ziemlich gut mit griechischen Sagen auskennt. Einer von ihnen, ein Junge Namens Cayden, scheint sehr viel weibliche Aufmerksamkeit zu erlangen. Jess merkt jedoch sofort, dass bei dieser Familie irgend etwas komplett anders ist als in normalen Familien Als sie es schließlich herausfindet, kommt sie aus dem Staunen nicht mehr heraus... Ich kann diese Geschichte für ca. 12 – 14 jährige nur empfehlen. Mir hat sie sehr gut gefallen und ich würde sie auf jeden Fall ein zweites Mal lesen. Besonders gut gefallen hat mir, dass man sich sehr gut in die jeweiligen Rollen hineinversetzen kann, und dass das Buch so verständlich und gut erklärt geschrieben wurde.

Hasak-Lowy, Todd

Dass Ich Ich bin, ist genauso verrückt, dass Du Du bist

Beltz Verlag,

Besprochen von Sara

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Dass Ich Ich bin, ist genauso verrückt, dass Du Du bist

Hasak-Lowy, Todd

Dass Ich Ich bin, ist genauso verrückt, dass Du Du bist

Beltz Verlag, 2016


Darren Leben war schonmal besser:
seine Eltern haben sich getrennt,
sein großer Bruder Nate ist weggezogen
und sein Liebesleben steht auf dem Tiefpunkt.
Aber dann steht eines Morgens sein Dad mit einem Schokodonut in der Küche und
eröffnet ihm etwas, was Darren völlig aus der Bahn wirft. Da flüchtet er
kurzerhand zu Nate und kommt dort der seltsam faszinierenden Zoey näher.
Einfacher wird sein Leben dadurch aber nicht...

Ein wirklich interessantes Buch, was auch wirklich gut und originell geschrieben
ist. Denn es ist komplett in Listen erzählt.
Das ist am Anfang etwas verwirrend, aber man findet sich schnell ein.
Erstaunlich ist, dass das Buch insgesamt in nur wenigen Tagen spielt, doch
eigentlich immer spannend bleibt. Es behandelt das Leben eines ganz normalen
High-school Jungen, naja bis auf das vielleicht, was sein Vater ihm eröffnet.
Das ist wirklich seltsam, aber interessant zu lesen, wie Darren damit umgeht.
Ich weiß nicht was ich, in so einer Situation gemacht hätte.
Ein wirklich gutes Buch, vielleicht eher für Leute, die auch mal Bücher zum
Nachdenken lesen wollen.

Ab 14 Jahren

Stevens, Robin

Mord ist nichts für junge Damen

Knesebeck Verlag,

Besprochen von Hannah

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Mord ist nichts für junge Damen

Stevens, Robin

Mord ist nichts für junge Damen

Knesebeck Verlag, 2016


In „Mord ist nichts für junge Damen" geht es um Daisy und Hazel, zwei Schülerinnen auf einem englischen Mädcheninternat. Die beiden Mädchen haben einen Detektiv-Club gegründet, bekommen jedoch keine Fälle, bis ihre Naturkunde Lehrerin vom Balkon stürzt und stirbt. Doch nur Hazel sieht die Leiche, bevor der Mörder sie wegschafft. Wenn ihr wissen wollt, ob Daisy und Hazel den Mord aufklären können, müsst ihr das Buch lesen.

Mir hat das Buch sehr gefallen, weil man auch selber miträtseln kann. Ich fand es spannend und an manchen Stellen auch sehr lustig. Ich würde das Buch für Mädchen von 11-13 Jahren empfehlen.

Tromly, Stephanie

Digby

Oetinger Verlag,

Besprochen von Viola

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Digby

Tromly, Stephanie

Digby

Oetinger Verlag, 2016


Es geht um das Mädchen Zoe, das wegen der Scheidung ihrer Eltern in ein langweiliges Städtchen ziehen muss, in dem es schwer ist Freundschaften zu schließen. Als sie die Bekanntschaft mit Digby macht, der sie behandelt als würden sie sich kennen, ist sie nicht begeistert... Wer will schon als einzigen Freund den schrägen Außenseiter haben. Doch schnell wird auch Zoe bewusst, dass eine Freundschaft mit Digby nicht nur nicht langweilig und nicht einfach sondern auch ziemlich gefährlich ist. Schon bald befindet sie sich mitten in lustigen aber auch gefährlichen Ermittlungen.

Ich finde das Buch super, da wirklich für jeden etwas dabei ist und es nie langweilig wird. Ich würde das Buch für Jungs und Mädchen ab 12 empfehlen aber auch für 15 – 16 Jährige ist es durchaus empfehlenswert.

Pfeffer, Anna

Für Dich soll`s tausend Tode regnen

cbj Verlag,

Besprochen von Flora

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Für Dich soll`s tausend Tode regnen

Pfeffer, Anna

Für Dich soll`s tausend Tode regnen

cbj Verlag, 2016


Wer dem Mädchens Emi (Emilia) auf die Nerven geht, dem verpasst sie einen Tod. Das heißt, dass sie sich einen Tod für eine Person ausdenkt. Sie ist gerade aus Heidelberg nach Hamburg gezogen. Ihr geht momentan alles auf die Nerven: ihr Vater hat sich eine neue Frau gesucht, die sich als Mutter in der Familie sieht, was Emi ziemlich annervt. Außerdem ist da noch ihr älterer Bruder der auf schlau tut. Und dann gibt es noch Erik, das Alphatier in ihrer neuen Schule der einen auf cool macht (stirbt garantiert an einem Hirntumor wegen übermäßigen Handykonsums). Einmal musste Emi in Chemie mit Erik zusammenarbeiten, wo es Wort wörtlich zwischen ihnen krachte. Zur Strafe müssen beide zusammen an acht Samstagen Graffiti schrubben. Das fehlte Emi gerade noch. Mit Erik wertvolle Zeit zu verplempern. Sie stellen sich gegenseitig unmögliche Aufgaben. Wer eine von ihnen nicht hinbekommt, der darf die restlichen Samstage Graffiti schrubben. Alleine. Doch mit der Zeit merkt Emi, dass Erik garnicht so nervig ist wie sie dachte... Ich fand das Buch witzig und spannend zugleich. Es hat mir Spaß gemacht es zu lesen . Flora