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Berlin - Nikolassee

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Aktuelle Veranstaltungen
 

Lesung & Bilderbuchkino am 26.11.2016

14:30 Uhr - Lesung mit Bildern für Kinder ab 8 Jahren - Leonce und Lena
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16:00 Uhr - Bilderbuchkino für Kinder ab 4 Jahren - Die Weihnachtswichtel
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Lesung & Bilderbuchkino am 14.01.2017

14:30 Uhr - Lesung mit Bildern für Kinder ab 8 Jahren - Faust
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16:00 Uhr - Bilderbuchkino für Kinder ab 4 Jahren - Schneewittchen
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Aktuelle Buchempfehlungen

Robinson, Marilynn

Lila

Fischer Verlag,

Roman

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Lila

Robinson, Marilynn

Lila

Fischer Verlag, 2014


"Lila" ist ein Buch von großer, manchmal verstörender Intensität, das mir sehr gut gefallen hat!
Die Geschichte spielt in den 1920er Jahren in den USA kurz vor dem Hereinbrechen der Weltwirtschaftskrise.
Lila ist ein zutiefst traumatisierten Mensch, der als kleines Kind von einer mittellosen Wanderarbeiterin aus Verhältnissen entführt wird, die es wahrscheinlich nicht überlebt hätte.
In engster Symbiose lebt sie jahrelang ohne festes Zuhause mit ihrer Ziehmutter zusammen, bis sie als junge Frau wieder allein und auf sich selbst gestellt ist.
Mit Hilfe einer gestohlenen Bibel bemüht sie sich, ihr rudimentäres Lesen und Schreiben zu verbessern und begegnet so den biblischen Bildern und Geschichten, die sie verstören und große Fragen aufwerfen.
Als sie einen ihr liebevoll - fürsorglich zugewandten Prediger kennenlernt, konfrontiert sie ihn mit all ihren Gedanken, Nöten und Fragen, für die er aber - Gott sei Dank - auch keine einfachen Antworten parat hat.
Es sind vor allen Dingen die Gespräche zwischen Lila und dem Prediger, die mich fasziniert haben:
Mit großer Ehrlichkeit, entwaffnender Schlichtheit und ohne belehren zu wollen werden in ihnen gewichtige Themen angestoßen, sodass ich immer wieder versucht war, einen Bleistift zu zücken, um Stellen im Buch zu markieren.
Aber auch die zarte Liebe zwischen diesen beiden so unterschiedlichen und doch durch Vieles so verbundenen Menschen, die immer um das fragile Vertrauen des anderen werden kämpfen müssen, hat mich sehr berührt.
Beate Mielke

Gmeyner, Anna

Manja

Aufbau Verlag,

Roman

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Manja

Gmeyner, Anna

Manja

Aufbau Verlag, 2016


Poetisch und berührend erzählt Anna Gmeyner die Geschichte von fünf Kindern, die in derselben Nacht im Frühjahr 1920 gezeugt werden, aber in ganz unterschiedlichen Milieus aufwachsen. Eigentlich trennen sie Welten, und dennoch sind sie zu Freunden geworden, verbunden durch eine innige Zuneigung zu Manja – dem Mädchen aus armen ostjüdischen Verhältnissen. Für ihre Freundschaft nehmen die fünf Konflikte in Kauf, mit den Eltern, der Schule, der Hitlerjugend. Letztlich aber bleiben sie Gefangene ihrer Zeit, an der Manja tragisch zerbricht und mit ihr die Hoffnung auf eine menschenwürdige Zukunft.

Empfohlen von Ilona Lang

Freeman, Castle

Männer mit Erfahrung

Nagel & Kimche Verlag,

Roman

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Männer mit Erfahrung

Freeman, Castle

Männer mit Erfahrung

Nagel & Kimche Verlag, 2016


In diesem kurzen, ungemein spannenden und trockenhumorigen Roman hat Lillian ein Problem mit Blackway. Der Sheriff , der ihr als der geeignete Mann für die Lösung des Problem zu sein scheint, verweist sie an Männer mit Erfahrung. Diese stellen ihr den alten Lester und den hünenhaften und etwas beschränkten Nates zur Seite. Die in der alten Fabrik zurück gebliebenden Männer mit Erfahrung kommentieren knapp und lakonisch die Ereignisse und wie Freeman das in Pointen fasst und diesen Hinterwäldlern Konturen und Schärfe gibt, ist sehr beeindruckend. Ich habe selten so einen auf den Punkt gebrachten Roman gelesen.

Ilona Lang

Palmen, Connie

Du sagst es

Diogenes Verlag,

Roman

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Du sagst es

Palmen, Connie

Du sagst es

Diogenes Verlag, 2016


In diesem Roman geht Connie Palmen ganz neue Wege und ich habe mich gerne darauf eingelassen.

Erzählt wird die Liebesgeschichte und ihr tragisches Ende von Sylvia Plath und Ted Hughes mit der Erzählstimme von Ted Hughes. Wir erfahren von einer Liebe, die sich in Worten, in Poesie zu begreifen versucht und beiden Liebenden die Möglichkeit zu Höhenflügen gibt. Sylvia Plath Depression zieht sich wie ein roter Faden durch ihr gemeinsames Leben, bis Ted Hughes die Liebe bei einer anderen Frau wieder spüren will und Sylvia Plath in den Selbstmord geht. Ich finde es sehr gelungen, wie Connie Palmen Ted Hughes ihre Erzählstimme zur Verfügung stellt und vor uns Lesern eine neue Facette dieser berühmten Liebesgeschichte ausbreitet.

Ilona Lang

Zeh, Juli

Unterleuten

Luchterhand Verlag,

Roman

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Unterleuten

Zeh, Juli

Unterleuten

Luchterhand Verlag, 2016


Aus einem winzigen Brandenburger Dorf hat Juli Zeh einen ganzen Kosmos von menschlichen Abgründen, Leidenschaften, Enttäuschungen, Intrigen und Missverständnissen geschaffen, kurz gesagt: eine comedie humaine in der Ostprignitz. Das Personal besteht aus ehemaligen Grossbauern, Altstalinisten, verbitterten Ehefrauen, egoistischen Kindern und idealistischen Grossstädtern, die hier auf dem Land vergeblich die Idylle suchen. Dreh- und Angelpunkt sind geplante Windkrafträder. Anhand dieser Investition werden die verschiedenen Interessen und uralten unbeglichenen Rechnungen deutlich. Die Autorin wird jeder, wirklich jeder Biographie gerecht, hier wird nicht in Gut und Böse eingeteilt. Sehr sorgfältig werden auch noch die kleinsten Details ins Gesamtgeflecht eingebaut. Ein sehr spannendes und empfehlenswertes Buch. Juli Zeh hat das Fach "Mensch" studiert und ihr Examen glänzend bestanden.

Anton Haberditzl

Hein, Christoph

Glückskind mit Vater

Suhrkamp Verlag,

Roman

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Glückskind mit Vater

Hein, Christoph

Glückskind mit Vater

Suhrkamp Verlag, 2016


Konstantin Boggosch wird von seiner Mutter –mein Glückskind- genannt.

1945 geboren kann er als Säugling seine Mutter vor dem Schlimmsten bewahren, als die Russen nach G kommen. Sein Vater war ein hochrangiger SS-Mann und Kriegsgewinnler , der ein Arbeits-und Konzentrationslager für seine Gummi-und Reifenfabrik in G einrichtete. Er wurde noch vor Konstantins Geburt als Kriegsverbrecher in Polen verurteilt und hingerichtet. Durch diesen Vater wird Konstantin in der DDR in Sippenhaft genommen. In einer nüchternen Sprache folgt Hein den individuellen Fährnissen seines Konstantin Boggosch.

Mich hat dieses Buch zutiefst berührt. Während der DDR-Zeit kann sich Konstantin nicht mit der Macht arrangieren und Karriere machen, sondern muß seinen eigenen Weg finden. Nach der Wende kann er souverän das finanzielle Erbe seines Vaters ausschlagen. In diesem Sinne empfinde ich Konstantin Boggosch als –Glückskind mit Vater-.

Ilona Lang

Aktuelle Lesekinder Empfehlungen

Stevens, Robin

Mord ist nichts für junge Damen

Knesebeck Verlag,

Besprochen von Hannah

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Mord ist nichts für junge Damen

Stevens, Robin

Mord ist nichts für junge Damen

Knesebeck Verlag, 2016


In „Mord ist nichts für junge Damen" geht es um Daisy und Hazel, zwei Schülerinnen auf einem englischen Mädcheninternat. Die beiden Mädchen haben einen Detektiv-Club gegründet, bekommen jedoch keine Fälle, bis ihre Naturkunde Lehrerin vom Balkon stürzt und stirbt. Doch nur Hazel sieht die Leiche, bevor der Mörder sie wegschafft. Wenn ihr wissen wollt, ob Daisy und Hazel den Mord aufklären können, müsst ihr das Buch lesen.

Mir hat das Buch sehr gefallen, weil man auch selber miträtseln kann. Ich fand es spannend und an manchen Stellen auch sehr lustig. Ich würde das Buch für Mädchen von 11-13 Jahren empfehlen.

Tromly, Stephanie

Digby

Oetinger Verlag,

Besprochen von Viola

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Digby

Tromly, Stephanie

Digby

Oetinger Verlag, 2016


Es geht um das Mädchen Zoe, das wegen der Scheidung ihrer Eltern in ein langweiliges Städtchen ziehen muss, in dem es schwer ist Freundschaften zu schließen. Als sie die Bekanntschaft mit Digby macht, der sie behandelt als würden sie sich kennen, ist sie nicht begeistert... Wer will schon als einzigen Freund den schrägen Außenseiter haben. Doch schnell wird auch Zoe bewusst, dass eine Freundschaft mit Digby nicht nur nicht langweilig und nicht einfach sondern auch ziemlich gefährlich ist. Schon bald befindet sie sich mitten in lustigen aber auch gefährlichen Ermittlungen.

Ich finde das Buch super, da wirklich für jeden etwas dabei ist und es nie langweilig wird. Ich würde das Buch für Jungs und Mädchen ab 12 empfehlen aber auch für 15 – 16 Jährige ist es durchaus empfehlenswert.

Pfeffer, Anna

Für Dich soll`s tausend Tode regnen

cbj Verlag,

Besprochen von Flora

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Für Dich soll`s tausend Tode regnen

Pfeffer, Anna

Für Dich soll`s tausend Tode regnen

cbj Verlag, 2016


Wer dem Mädchens Emi (Emilia) auf die Nerven geht, dem verpasst sie einen Tod. Das heißt, dass sie sich einen Tod für eine Person ausdenkt. Sie ist gerade aus Heidelberg nach Hamburg gezogen. Ihr geht momentan alles auf die Nerven: ihr Vater hat sich eine neue Frau gesucht, die sich als Mutter in der Familie sieht, was Emi ziemlich annervt. Außerdem ist da noch ihr älterer Bruder der auf schlau tut. Und dann gibt es noch Erik, das Alphatier in ihrer neuen Schule der einen auf cool macht (stirbt garantiert an einem Hirntumor wegen übermäßigen Handykonsums). Einmal musste Emi in Chemie mit Erik zusammenarbeiten, wo es Wort wörtlich zwischen ihnen krachte. Zur Strafe müssen beide zusammen an acht Samstagen Graffiti schrubben. Das fehlte Emi gerade noch. Mit Erik wertvolle Zeit zu verplempern. Sie stellen sich gegenseitig unmögliche Aufgaben. Wer eine von ihnen nicht hinbekommt, der darf die restlichen Samstage Graffiti schrubben. Alleine. Doch mit der Zeit merkt Emi, dass Erik garnicht so nervig ist wie sie dachte... Ich fand das Buch witzig und spannend zugleich. Es hat mir Spaß gemacht es zu lesen . Flora

Elsässer, Tobias

Zwischenlandung

Sauerländer Verlag,

Besprochen von Charlotte

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Zwischenlandung

Elsässer, Tobias

Zwischenlandung

Sauerländer Verlag, 2014


Der Roman „Zwischenlandung" handelt von dem Jugendlichen Gregor, einem nach außen hin oberflächlich und leicht arrogant wirkenden Angeber, der außer Frauen scheinbar nichts im Kopf hat. Kaum jemand kennt sein wahrhaftiges Ich, das solange es zurückdenken kann, in seine Jugendfreundin Mira verliebt ist. Doch zu dem lang ersehnten Geständnis kann es nicht mehr kommen, Gregor wird fatalerweise just in dem Moment von einem Golfball am Kopf getroffen und befindet sich von da an in einer Schwebe zwischen Leben und Tod: im Wachkoma.
Nur langsam kehrt er zu seinem Bewusstsein zurück und erkennt Mira, den einzigen Grund, weshalb er die Wand überwinden und in ein neues Leben zurück finden will...

Tatsächlich war ich auf eine gewisse Weise froh, diesen Roman beendet zu haben, denn ich wusste, ein besonderes Buch gelesen zu haben. Allein der Fakt, dass der Autor sich daran versucht hat, nicht allein das Wachkoma zu thematisieren, sondern ebenfalls durch einen Perspektivenwechsel zwischen Mira und Gregor auch nach dem Unfall die Problematik dem Leser näher zu bringen, ist ein gewagter Schritt.
Der Anfang war zwar etwas zäh und man hat ein Stück weit neue Geschehnisse erwartet, doch die Vermittlung der Gefühle, vor allem Gregors persönliche Sicht auf das Leben, waren schlichtweg berührend. So zeigt diese Lektüre, dass in jedem von uns ein Teil der großen gesamten Weisheit der Wirklichkeit steckt, den man mit uns wichtigsten Menschen teilen kann. Meiner Meinung nach war das Ende im Vergleich zu dem Anfang zwar etwas schnell und nicht ganz realitätsnah, doch alle positiven Aspekte überwiegen eindeutig. So empfehle ich dieses wunderschöne Buch 14 – 16-Jährigen, die nicht nur auf der Suche nach Unterhaltung sind.
Pfeffer, Anna

Fuchs, Kirsten

Mädchenmeute

Rowohlt Verlag,

Besprochen von Lucie

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Mädchenmeute

Fuchs, Kirsten

Mädchenmeute

Rowohlt Verlag, 2015


'"Unsere Eltern denken, dass wir im Camp sind. Niemand vermisst uns in den nächsten zwei Wochen. Wir können machen, was wir wollen! Was wir wollen... Überlegt doch mal! Einfach alles. So frei sind wir nie wieder. Nie wieder in unserem Leben."
Das schlug bei mir ein wie eine Bombe. Freiheit - da gab es so viele Lieder drüber. So was wie Freiheit war für sowas wie Tiere. Hatte ich bis dahin immer gedacht. Es hatte nichts mit mir zu tun. Aber auf einmal war ich also frei. Genau in diesem Moment! Es roch auch alles ganz frei. Nach freier Nacht, freiem Mond, freiem Gras und freiem Himmel.'

Die 15-jährige Charlotte, auch Charlie genannt, Wird von ihrer Mutter zu einem Survival-Camp namens "Wilde Mädchen" geschickt.
Charlotte ist davon alles andere als begeistert. Als sie und die anderen sieben Mädchen mit dem Wilde-Mädchen-Bus in einem ehemaligen Pionierferienlager voller Baracken ankommen, nehmen die unheimlichen Geschehnisse ihren Lauf...
Erst verschwindet eines der Mädchen, dann lässt die merkwürdige Gruppenleiterin Inken die Mädchen über Nacht allein. An allen Türen fehlen auf der Innenseite die Klinken, das Gepäck verschwindet und blutige Nachrichten tauchen in einer der Baracken auf. Es wird immer unheimlicher und schließlich laufen die Mädchen einfach davon, verfolgt von dem Anblick Inkens, die im Wasser steht und schreiend und heulend mehrere Katzenleichen in den Händen hält.
Doch nun sind die Mädchen frei. Für ganze zwei Wochen. Und das nutzen sie aus. Jetzt Beginnt ein Abenteuer voller Entbehrungen, aber auch voller Spaß und Lebensfreude, das die Mädchen verändert und zusammenschweißt...

Ein tolles Buch, das ich fast in einem durchlesen musste. Am Anfang war ich ein wenig irritiert, weil das Buch wie für jüngere Kinder (ca. 10 Jahre) geschrieben wirkte, aber das hat sich dann gelegt und es wurde richtig spannend. Es ist in einem etwas anderen Stil geschrieben, den man nicht beschreiben kann, sondern lesen muss. Das gibt dem Buch aber auch nochmal eine 'Extranote'.
Ich empfehle das Buch allen Mädchen zwischen 13 und 15 Jahren.

Ich wünsche euch genau so viel Spaß beim lesen wie ich ihn hatte!!! =)

Michaelis, Antonia

Das Blaubeerhaus

Oettinger Verlag,

Besprochen von Olivia

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Das Blaubeerhaus

Michaelis, Antonia

Das Blaubeerhaus

Oettinger Verlag, 2015


Ferien in einem kleinen Haus ohne Strom, fließend Wasser und mit einem fast fremden Familien-Zweig? Das können sich weder Imke noch Leo vorstellen. Doch genau das passiert. Die ganze Familie hat ein Haus in Weitweitwegistan geerbt. Aber das Merkwürdigste: Nach ein paar Tagen fängt es an zu spuken. Ist die alte Lene –die vorige Besitzerin des Hauses –etwa zurück? Das gilt es nun zu erkunden.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen weil es lustig, gruselig und spannend zu gleich ist. Außerdem wird es aus zwei verschiedenen Perspektiven geschrieben, was das Buch noch interessanter macht. Ich empfehle es für Mädchen und Jungs von 9 bis 12 Jahren.

Olivia