Buchhandlung Lesezeichen
Berlin - Nikolassee

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Aktuelle Veranstaltungen
 

Lesung im LiterarischenSalon Rosenbach

Dienstag, 20.November 20 Uhr
Henry D. Thoreau Tagebücher III
Zu Gast ist der Übersetzer und Lyriker Rainer G. Schmidt
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Bilderbuchkino am Samstag 24. November

Donnerstag, 18.Oktober 20 Uhr
14.30 Uhr "Der Wind in den Weiden" Teil 2
16 Uhr "Schneewittchen"

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Samstag, 27.Oktober um 18 Uhr

Armenienabend im Gemeindesaal
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Aktuelle Buchempfehlungen

Schorlau, Wolfgang

Der große Plan

Kiepenheuer & Witsch Verlag,

Krimi

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Der große Plan

Schorlau, Wolfgang

Der große Plan

Kiepenheuer & Witsch Verlag, 2018


Auch wenn ich kein Freund von Krimis bin, die Romane von Wolfgang Schorlau sind pures Lesevergnügen, gut recherchiert und spannend bis zur letzten Seite. In seinem neunten Fall ist Privatdetektiv Georg Dengler auf der Suche nach einer entführten Mitarbeiterin des Auswärtigen Amts. Die Spur führt nach Griechenland, Schorlau ruft uns nochmal die Eurofinanzkrise, Griechenlandrettung und die unterschiedlichen Interessen und Machenschaften der Banken und Finanzwelt ins Gedächtnis. Als Dengler bei seinen Ermittlungen schließlich auf Verbindungen zu Kriegsverbrechen der deutschen Wehrmacht in Griechenland während des zweiten Weltkriegs stößt, gerät er selbst in Lebensgefahr.
Gute hochaktuelle Unterhaltung.

Karin Bräunig

Capus, Alex

Königskinder

Hanser Verlag,

Roman

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Königskinder

Capus, Alex

Königskinder

Hanser Verlag, 2018


Lust auf einen schönen Roman, den man gemütlichauf dem Sofa lesen kann? Dann ist das neue Buch von Alex Capus genau das Richtige. Ein Ehepaar, viele Jahre verheiratet, jeder kennt die Stärken und Schwächen des anderen, verbringt eine Nacht eingeschneit im Auto auf einem Schweizer Bergpass. Um die Zeit zu vertreiben, erzählt der Ehemann die wahre (?) Liebesgeschichte eines armen Kuhhirten aus dem Greyerzer Land und einer reichen Bergbauerntochter zur Zeit der französischen Revolution. Der Vater des Mädchens ist alles andere als begeistert über die Liebe der Beiden und so wird der junge Kuhhirt als Soldat nach Frankreich an den Hof Ludwig XIV. geschickt. Werden die Beiden zueinander finden? Und was macht die Geschichte mit dem Ehepaar im verschneiten Auto?
Lesevergnügen pur.

Karin Bräunig

Melandri, Francesca

Alle, außer mir

Wagenbach Verlag,

Roman

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Alle, außer mir

Melandri, Francesca

Alle, außer mir

Wagenbach Verlag, 2018


Die Hauptperson des Romans, die vierzigjährige Lehrerin Ilaria, trifft eines Tages vor ihrer Wohnungstür auf einen Afrikaner, der den Namen ihres Vaters trägt und behauptet, mit ihr verwandt zu sein. Er ist als Flüchtling unter größten Schwierigkeiten aus Äthiopien über Nordafrika nach Italien gekommen. Ilaria begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit, sie steigt hierfür tief in ihre eigene Familiengeschichte einsteigt. Schonungslos zeichnet die italienische Autorin Francesca Melandri anhand dieser Familiengeschichte über drei Generationen ein vielschichtiges Portrait Italiens des 20. Jahrhunderts: die fatale Verstrickung der italienischen Gesellschaft in den Faschismus, die menschenverachtenden Bestrebungen, Äthiopien zu kolonisieren, die aktuelle Konfrontation Italiens mit den ankommenden Flüchtlingen. Mich hat das Buch sehr berührt, zeigt es doch, dass Verschweigen nichts nützt, sondern wir uns unserer Geschichte stellen müssen, die uns immer irgendwann wieder einholt.

Karin Bräunig

Roßbacher, Verena

Ich war Diener im Hause Hobbs

Kiepenheuer & Witsch Verlag,

Roman

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Ich war Diener im Hause Hobbs

Roßbacher, Verena

Ich war Diener im Hause Hobbs

Kiepenheuer & Witsch Verlag, 2018


Wie schon der Titel dieses tollen Romans, ist auch das Setting der Geschichte, die durchaus im 21. Jahrhundert spielt, eher ungewöhnlich: Ein junger Mann ist Diener alter Schule in vermögendem Hause mit großem Anwesen in bester Zürcher Lage.
Der Tag, der den Diener bewegt, die Geschichte aufzuschreiben, ist „ein schlampiger".
Schlampig ist er, weil Unordnung herrscht – jemand liegt erschossen im Pavillon, das der Diener bewohnt. Überall ist Blut, Glassplitter liegen herum, aber auch das Wie und Warum ist gänzlich unklar, dem Leser noch mehr als dem Diener, der zumindest weiß, wer der Tote ist.
Ein unerträglicher Zustand für einen Menschen, der bis zur Selbstaufgabe hinter der unbedingten Disziplin und Pedanterie des Butlers verschwindet. (Ohne zu zögern, gibt er sogar seinen Vornamen auf, als seine Dienstherrin ihn darum bittet.)
Also versucht er durch die Niederschrift seiner Erinnerungen und dessen, was er zu verstehen meint, Ordnung zu schaffen und stellt fest, auf wie tragische Weise sein Leben mit dem der Familie Hobbs verwoben ist.
Dies geschieht auf gänzlich unpedantische Weise: Jedes Kapitel setzt an einem anderen Punkt des Zeitstrahls ein, nahezu jeder Absatz enthält Unerwartetes.
Die Sprache ist dabei so glasklar und fein geschliffen, die Bilder so treffend und häufig voller Witz.
Ordnung wird schließlich nur sehr bedingt hergestellt, aber der Diener ist sich selbst ein großes Stück näher gekommen und ich hatte eine höchst spannende Lektüre, bei der ich herzlich lachen musste, mich manchmal ertappt fühlte und über Einiges nachzudenken hatte.

Beate Mielke

Aramburu, Fernando

Patria

Rowohlt Verlag,

Roman

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Patria

Aramburu, Fernando

Patria

Rowohlt Verlag, 2018


Fernando Aramburu erzählt einfühlsam die Geschichten der einzelnen Mitglieder zweier baskischer Familien, die auf unterschiedliche Weise von der terroristischen Welt der ETA berührt bzw. ihr verbunden sind. Geschickt fließen nach und nach sämtliche Aspekte der baskischen Auseinandersetzungen in die Handlung ein. Jedes Familienmitglied erlebt und verarbeitet die Zeit auf seine eigene Art. Auf der einen Seite steht die Familie, deren Vater von der ETA ermordet wurde, und auf der anderen Seite steht die vormals befreundete Familie, deren Sohn Mitglied der ETA geworden ist. Der Leser erkennt das Leid und die Tragik, die der ETA-Terror über diese Familien gebracht hat, an deren Einzelschicksalen und persönlichen Perspektiven.

In knapper, fast nüchterner Sprache führt Aramburu den Leser in die Zeit des baskischen Terrors und schafft es, die strukturellen, sozialen und emotionalen Dimensionen aufzuzeigen.

Der Leser wird in die Geschichte hineingezogen und kann das Buch kaum weglegen. Trotz der fast neutralen Darstellung werden starke Emotionen und Anteilnahme erzeugt. Ein packendes und ergreifendes Buch.

Franziska Vogt

Geiger, Arno

Unter der Drachenwand

Hanser Verlag,

Roman

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Unter der Drachenwand

Geiger, Arno

Unter der Drachenwand

Hanser Verlag, 2018


Veit Kolbe, ein junger Mann von 24 Jahren, wird 1944 an der Ostfront verwundet und ist aufgrund dessen vorübergehend „nicht verwendungsfähig“. In der elterlichen Wohnung in Wien hält er es mit dem kernige Sprüche klopfenden und verblendeten Siegesoptimismus verbreitenden Vater nicht lange aus. Es gelingt ihm in Mondsee unter der Drachenwand ein mehr als karges Zimmer zu mieten, wo er bis zu seinem neuerlichen Einrücken das Jahr verbringt, in dem die Geschichte spielt. Schnörkellos und schlicht, dabei so genau beobachtend, dass man meinen könnte kein Buch zu lesen, sondern einen Film zu sehen, kraftvoll und mit großer Empathie für den Einzelnen beschreibt Arno Geiger die dumpfe Brutalität des Krieges, der alles mit sich reißt und für immer Teil derer sein wird, die ihn erlebt haben. Das Einzige, das Traumata heilen und die allgegenwärtige Bedrückung überwinden kann, ist Liebe. Ohne dass dieses große Wort jemals fällt, hat Veit Kolbe das Glück, ihr zu begegnen. Langsam und leise entsteht etwas, das den Blick wieder klar werden läßt, eine erkennbare Haltung und Mut erst möglich macht und Hoffnung aufscheinen läßt. „Unter der Drachenwand“ ist ein wunderbares, beeindruckendes Buch! Es erzählt zwar schonungslos, aber auch zart, still und leise. Manchmal auch komisch, immer aber zutiefst berührend und fesselnd bis zum letzten Satzzeichen. Wäre es sinnvoll und hätte ich zu entscheiden, würde ich es zur Pflichtlektüre erklären!

Beate Mielke

Aktuelle Lesekinder Empfehlungen

Pennypacker, Sara

Mein Freund Pax

Sauerländer Verlag,

Besprochen von Jurek

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Mein Freund Pax

Pennypacker, Sara

Mein Freund Pax

Sauerländer Verlag, 2017


Dass Pax ein Fuchs und Peter ein Mensch ist, stört sie nicht. Sie sind die besten Freunde, seitdem Peter Pax vor dem sicheren Tod gerettet hat. Doch dann kommt der Krieg, weshalb Peter fortgehen und er Pax zurücklassen muss. Aber schon bald packt sie die Sehnsucht und sie machen sich auf den Weg, um ihren besten Freund wieder zu finden. Jedoch stehen ihnen viele gefährliche Hindernisse im Weg.

Ich finde das Buch sehr schön, da es ein Buch zum Nachdenken ist, aber trotzdem etwas passiert. Ich würde das Buch für Jungen und Mädchen für die Altersstufe 9 und aufwärts empfehlen.

Gino, Alex

George

Fischer Verlag,

Besprochen von Olivia

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George

Gino, Alex

George

Fischer Verlag, 2016


George ist ein Mädchen, das im Körper eines Jungen geboren wurde. Sie kämpft damit, ihr Geheimnis für sich zu behalten. Jedes Mal, wenn sie zu dem Geschlecht „Junge“ gezählt wird, will sie am liebsten schreien: „Ich bin kein Junge, ich bin ein Mädchen!!!!“ Als schließlich ein Theaterstück in ihrer Schule aufgeführt wird möchte sie allen zeigen, wer sie wirklich ist und spricht für die weibliche Hauptrolle vor.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil es einfach zu lesen ist und man sich gut in die Hauptfigur hinein versetzen kann. Der/Die Autor/in Alex Gino möchte Kindern zeigen, dass jeder der sein sollte der er in seinem Herzen ist. Ich würde das Buch für Kinder von 10-13 Jahren empfehlen.

Woolf, Marah

GötterFunke Liebe mich nicht

Dressler Verlag,

Besprochen von Maxie

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GötterFunke Liebe mich nicht

Woolf, Marah

GötterFunke Liebe mich nicht

Dressler Verlag, 2017


Die Geschichte handelt von einem 17–jährigem Mädchen Namens Jess, das mit ihrer besten Freundin Robyn in ein Schulcamp fährt. Dieses Camp besucht außerdem eine mysteriöse Familie, die sich anscheinend ziemlich gut mit griechischen Sagen auskennt. Einer von ihnen, ein Junge Namens Cayden, scheint sehr viel weibliche Aufmerksamkeit zu erlangen. Jess merkt jedoch sofort, dass bei dieser Familie irgend etwas komplett anders ist als in normalen Familien Als sie es schließlich herausfindet, kommt sie aus dem Staunen nicht mehr heraus... Ich kann diese Geschichte für ca. 12 – 14 jährige nur empfehlen. Mir hat sie sehr gut gefallen und ich würde sie auf jeden Fall ein zweites Mal lesen. Besonders gut gefallen hat mir, dass man sich sehr gut in die jeweiligen Rollen hineinversetzen kann, und dass das Buch so verständlich und gut erklärt geschrieben wurde.

Hasak-Lowy, Todd

Dass Ich Ich bin, ist genauso verrückt, dass Du Du bist

Beltz Verlag,

Besprochen von Sara

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Dass Ich Ich bin, ist genauso verrückt, dass Du Du bist

Hasak-Lowy, Todd

Dass Ich Ich bin, ist genauso verrückt, dass Du Du bist

Beltz Verlag, 2016


Darren Leben war schonmal besser:
seine Eltern haben sich getrennt,
sein großer Bruder Nate ist weggezogen
und sein Liebesleben steht auf dem Tiefpunkt.
Aber dann steht eines Morgens sein Dad mit einem Schokodonut in der Küche und
eröffnet ihm etwas, was Darren völlig aus der Bahn wirft. Da flüchtet er
kurzerhand zu Nate und kommt dort der seltsam faszinierenden Zoey näher.
Einfacher wird sein Leben dadurch aber nicht...

Ein wirklich interessantes Buch, was auch wirklich gut und originell geschrieben
ist. Denn es ist komplett in Listen erzählt.
Das ist am Anfang etwas verwirrend, aber man findet sich schnell ein.
Erstaunlich ist, dass das Buch insgesamt in nur wenigen Tagen spielt, doch
eigentlich immer spannend bleibt. Es behandelt das Leben eines ganz normalen
High-school Jungen, naja bis auf das vielleicht, was sein Vater ihm eröffnet.
Das ist wirklich seltsam, aber interessant zu lesen, wie Darren damit umgeht.
Ich weiß nicht was ich, in so einer Situation gemacht hätte.
Ein wirklich gutes Buch, vielleicht eher für Leute, die auch mal Bücher zum
Nachdenken lesen wollen.

Ab 14 Jahren

Stevens, Robin

Mord ist nichts für junge Damen

Knesebeck Verlag,

Besprochen von Hannah

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Mord ist nichts für junge Damen

Stevens, Robin

Mord ist nichts für junge Damen

Knesebeck Verlag, 2016


In „Mord ist nichts für junge Damen" geht es um Daisy und Hazel, zwei Schülerinnen auf einem englischen Mädcheninternat. Die beiden Mädchen haben einen Detektiv-Club gegründet, bekommen jedoch keine Fälle, bis ihre Naturkunde Lehrerin vom Balkon stürzt und stirbt. Doch nur Hazel sieht die Leiche, bevor der Mörder sie wegschafft. Wenn ihr wissen wollt, ob Daisy und Hazel den Mord aufklären können, müsst ihr das Buch lesen.

Mir hat das Buch sehr gefallen, weil man auch selber miträtseln kann. Ich fand es spannend und an manchen Stellen auch sehr lustig. Ich würde das Buch für Mädchen von 11-13 Jahren empfehlen.

Tromly, Stephanie

Digby

Oetinger Verlag,

Besprochen von Viola

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Digby

Tromly, Stephanie

Digby

Oetinger Verlag, 2016


Es geht um das Mädchen Zoe, das wegen der Scheidung ihrer Eltern in ein langweiliges Städtchen ziehen muss, in dem es schwer ist Freundschaften zu schließen. Als sie die Bekanntschaft mit Digby macht, der sie behandelt als würden sie sich kennen, ist sie nicht begeistert... Wer will schon als einzigen Freund den schrägen Außenseiter haben. Doch schnell wird auch Zoe bewusst, dass eine Freundschaft mit Digby nicht nur nicht langweilig und nicht einfach sondern auch ziemlich gefährlich ist. Schon bald befindet sie sich mitten in lustigen aber auch gefährlichen Ermittlungen.

Ich finde das Buch super, da wirklich für jeden etwas dabei ist und es nie langweilig wird. Ich würde das Buch für Jungs und Mädchen ab 12 empfehlen aber auch für 15 – 16 Jährige ist es durchaus empfehlenswert.