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Berlin - Nikolassee

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Aktuelle Veranstaltungen
 

Lesung im Herbst 2018

20 Uhr im Literarischen Salon Rosenbach
Henry David Thoreau, Tagebuch Band 3 Übersetzung R.G.Schmidt
Einführung und Lesung durch den Übersetzer

Dienstag, 29. Mai 2018

20 Jahre Buchhandlung Lesezeichen Ilona Lang
Wir feiern mit unseren Kunden von 15:00 bis 19:00 Uhr

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Aktuelle Buchempfehlungen

Aramburu, Fernando

Patria

Rowohlt Verlag,

Roman

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Patria

Aramburu, Fernando

Patria

Rowohlt Verlag, 2018


Fernando Aramburu erzählt einfühlsam die Geschichten der einzelnen Mitglieder zweier baskischer Familien, die auf unterschiedliche Weise von der terroristischen Welt der ETA berührt bzw. ihr verbunden sind. Geschickt fließen nach und nach sämtliche Aspekte der baskischen Auseinandersetzungen in die Handlung ein. Jedes Familienmitglied erlebt und verarbeitet die Zeit auf seine eigene Art. Auf der einen Seite steht die Familie, deren Vater von der ETA ermordet wurde, und auf der anderen Seite steht die vormals befreundete Familie, deren Sohn Mitglied der ETA geworden ist. Der Leser erkennt das Leid und die Tragik, die der ETA-Terror über diese Familien gebracht hat, an deren Einzelschicksalen und persönlichen Perspektiven.

In knapper, fast nüchterner Sprache führt Aramburu den Leser in die Zeit des baskischen Terrors und schafft es, die strukturellen, sozialen und emotionalen Dimensionen aufzuzeigen.

Der Leser wird in die Geschichte hineingezogen und kann das Buch kaum weglegen. Trotz der fast neutralen Darstellung werden starke Emotionen und Anteilnahme erzeugt. Ein packendes und ergreifendes Buch.

Franziska Vogt

Geiger, Arno

Unter der Drachenwand

Hanser Verlag,

Roman

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Unter der Drachenwand

Geiger, Arno

Unter der Drachenwand

Hanser Verlag, 2018


Veit Kolbe, ein junger Mann von 24 Jahren, wird 1944 an der Ostfront verwundet und ist aufgrund dessen vorübergehend „nicht verwendungsfähig“. In der elterlichen Wohnung in Wien hält er es mit dem kernige Sprüche klopfenden und verblendeten Siegesoptimismus verbreitenden Vater nicht lange aus. Es gelingt ihm in Mondsee unter der Drachenwand ein mehr als karges Zimmer zu mieten, wo er bis zu seinem neuerlichen Einrücken das Jahr verbringt, in dem die Geschichte spielt. Schnörkellos und schlicht, dabei so genau beobachtend, dass man meinen könnte kein Buch zu lesen, sondern einen Film zu sehen, kraftvoll und mit großer Empathie für den Einzelnen beschreibt Arno Geiger die dumpfe Brutalität des Krieges, der alles mit sich reißt und für immer Teil derer sein wird, die ihn erlebt haben. Das Einzige, das Traumata heilen und die allgegenwärtige Bedrückung überwinden kann, ist Liebe. Ohne dass dieses große Wort jemals fällt, hat Veit Kolbe das Glück, ihr zu begegnen. Langsam und leise entsteht etwas, das den Blick wieder klar werden läßt, eine erkennbare Haltung und Mut erst möglich macht und Hoffnung aufscheinen läßt. „Unter der Drachenwand“ ist ein wunderbares, beeindruckendes Buch! Es erzählt zwar schonungslos, aber auch zart, still und leise. Manchmal auch komisch, immer aber zutiefst berührend und fesselnd bis zum letzten Satzzeichen. Wäre es sinnvoll und hätte ich zu entscheiden, würde ich es zur Pflichtlektüre erklären!

Beate Mielke

Murakami, Haruki

Die Ermordung des Commendatore, Bd.1

Dumont Verlag,

Roman

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Die Ermordung des Commendatore, Bd.1

Murakami, Haruki

Die Ermordung des Commendatore, Bd.1

Dumont Verlag, 2018


Dieses Buch habe ich mit großer Begeisterung gelesen. Murakami ist ein meisterhafter Erzähler, der es versteht, den Leser nahezu in sein Buch und das Geschehen hineinzuziehen. Spannend entwirft es das Bild eines Malers, der nach sechs Ehejahren überraschend von seiner Frau verlassen wird und sich in die Berge Japans zurückzieht. Dort begegnet er einem zunächst unnahbar wirkenden Mann aus der Nachbarschaft, der sich von ihm portraitieren lassen möchte. Geheimnisvoll zurückhaltend und gleichzeitig seine Gesellschaft suchend beginnt dieser Mann immer mehr Einfluss auf das Leben des Malers zu nehmen, dem dieser sich nicht zu entziehen vermag….Murakami gelingt es, die typische japanische Lebenswelt authentisch zu vermitteln, man sieht die Japaner in ihrer leisen und höflichen Art förmlich vor sich, spürt ihre äußerlich immer korrekte, fast unterwürfige Zurückhaltung, und gleichzeitig die allgegenwärtige mystische Atmosphäre, die dieses Land umgibt. Ich freue mich schon auf den zweiten Band.

Karin Bräunig

Delius, Christian F.

Die Zukunft der Schönheit

Rowohlt Verlag,

Roman

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Die Zukunft der Schönheit

Delius, Christian F.

Die Zukunft der Schönheit

Rowohlt Verlag, 2018


Christian F. Delius hat nochmals eine sehr außergewöhnliche autobiographische Erzählung geschrieben. Als junger Mann findet er sich 1966 zufällig in einem Jazzlokal in New York wieder. Die unbekannte Musik des improvisierten Free Jazz trifft ihn zunächst wie ein Schock, nichts ist verständlich, die Töne treffen ihn wie Schläge, nichts passt zusammen. Doch dann beginnt er, die Freiheit der Instrumente zu erfassen, ihre Rolle zu verstehen und, inspiriert durch die Klänge des Saxophons, der Geige, der Trompete, des Schlagzeugs, abzuschweifen in die Gegenwart: den Mord an Kennedy, den Vietnamkrieg, den Börsenlärm, den Kampf der Schwarzen, die Studentenproteste. Und dann leiten ihn die Töne zu seiner eigenen Vergangenheit, dem unsicheren Beginn seines Schreibens sowie insbesondere dem nie bewältigten Konflikt mit seinem Vater. Es ist faszinierend, wie es Delius gelingt, Musik und Sprache so zu verbinden, dass das eine aus dem anderen hervorgeht: von der Musik stimulierte Erinnerungen. Und so, wie sich allmählich ein (Hör-)Verständnis gegenüber dieser irritierenden neuen Musik einstellt, findet Delius einen neuen Zugang zu sich selbst. Ein faszinierendes Buch.

Karin Bräunig

Whitehead, Colso

Underground Railroad

Hanser Verlag,

Roman

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Underground Railroad

Whitehead, Colso

Underground Railroad

Hanser Verlag, 2017


Wenn Sie Lust haben, noch mal einen Roman über die Zeit der Sklaverei in Amerika zu lesen, dann ist der neue Roman von Colson Whitehead genau das Richtige für Sie. Erinnerungen an Onkel Toms Hütte und den Film „Django unchained" haben mich bei diesem bewegenden Buch über die dunkle Zeit Amerikas begleitet. Es ist die Geschichte der jungen schwarzen Sklavin Cora, die auf den Baumwollfeldern Georgias von der Flucht in ein besseres Leben träumt. Die Flucht gelingt dank einer (fiktiven) Underground Railroad, mit der eine eingeschworene Gruppe von Helfern die Schwarzen auf unterirdischen Wegen in die Freiheit führt. Cora kämpft sich gegen alle Widerstände in die Freiheit, sie lässt sich nicht von Rückschlägen entmutigen, sie findet ihre große Liebe und verliert sie wieder, um am Ende einer unbekannten Zukunft entgegen zu gehen. Ein unterhaltsames, bewegendes Buch, spannend bis zur letzten Seite.

Karin Bräunig

Janesch, Sabrina

Die goldene Stadt

Rowohlt Berlin Verlag,

Roman

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Die goldene Stadt

Janesch, Sabrina

Die goldene Stadt

Rowohlt Berlin Verlag, 2017


Mit viel Zeitkolorit und Begeisterung für ihren Helden Augusto Berns erzählt Sabrina Janesch spannend die Geschichte der Entdeckung von Machu Picchu. Als Rudolph Berns, Sohn eines rheinischen Weinhändlers, dessen privilegierte Kindheit durch den Tod des Vaters abrupt endet, verlässt er Deutschland, um in seinem Traumland Peru das El Dorado, die Goldene Stadt, zu finden. Als Augusto Berns verdingt er sich in Peru als Soldat, wird Landvermesser und Ingenieur, zieht monatelang durch die Regenwälder. Berns entdeckt Machu Picchu und wir Leser gehen gebannt mit auf die Reise.

Ilona Lang

Aktuelle Lesekinder Empfehlungen

Pennypacker, Sara

Mein Freund Pax

Sauerländer Verlag,

Besprochen von Jurek

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Mein Freund Pax

Pennypacker, Sara

Mein Freund Pax

Sauerländer Verlag, 2017


Dass Pax ein Fuchs und Peter ein Mensch ist, stört sie nicht. Sie sind die besten Freunde, seitdem Peter Pax vor dem sicheren Tod gerettet hat. Doch dann kommt der Krieg, weshalb Peter fortgehen und er Pax zurücklassen muss. Aber schon bald packt sie die Sehnsucht und sie machen sich auf den Weg, um ihren besten Freund wieder zu finden. Jedoch stehen ihnen viele gefährliche Hindernisse im Weg.

Ich finde das Buch sehr schön, da es ein Buch zum Nachdenken ist, aber trotzdem etwas passiert. Ich würde das Buch für Jungen und Mädchen für die Altersstufe 9 und aufwärts empfehlen.

Gino, Alex

George

Fischer Verlag,

Besprochen von Olivia

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George

Gino, Alex

George

Fischer Verlag, 2016


George ist ein Mädchen, das im Körper eines Jungen geboren wurde. Sie kämpft damit, ihr Geheimnis für sich zu behalten. Jedes Mal, wenn sie zu dem Geschlecht „Junge“ gezählt wird, will sie am liebsten schreien: „Ich bin kein Junge, ich bin ein Mädchen!!!!“ Als schließlich ein Theaterstück in ihrer Schule aufgeführt wird möchte sie allen zeigen, wer sie wirklich ist und spricht für die weibliche Hauptrolle vor.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil es einfach zu lesen ist und man sich gut in die Hauptfigur hinein versetzen kann. Der/Die Autor/in Alex Gino möchte Kindern zeigen, dass jeder der sein sollte der er in seinem Herzen ist. Ich würde das Buch für Kinder von 10-13 Jahren empfehlen.

Woolf, Marah

GötterFunke Liebe mich nicht

Dressler Verlag,

Besprochen von Maxie

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GötterFunke Liebe mich nicht

Woolf, Marah

GötterFunke Liebe mich nicht

Dressler Verlag, 2017


Die Geschichte handelt von einem 17–jährigem Mädchen Namens Jess, das mit ihrer besten Freundin Robyn in ein Schulcamp fährt. Dieses Camp besucht außerdem eine mysteriöse Familie, die sich anscheinend ziemlich gut mit griechischen Sagen auskennt. Einer von ihnen, ein Junge Namens Cayden, scheint sehr viel weibliche Aufmerksamkeit zu erlangen. Jess merkt jedoch sofort, dass bei dieser Familie irgend etwas komplett anders ist als in normalen Familien Als sie es schließlich herausfindet, kommt sie aus dem Staunen nicht mehr heraus... Ich kann diese Geschichte für ca. 12 – 14 jährige nur empfehlen. Mir hat sie sehr gut gefallen und ich würde sie auf jeden Fall ein zweites Mal lesen. Besonders gut gefallen hat mir, dass man sich sehr gut in die jeweiligen Rollen hineinversetzen kann, und dass das Buch so verständlich und gut erklärt geschrieben wurde.

Hasak-Lowy, Todd

Dass Ich Ich bin, ist genauso verrückt, dass Du Du bist

Beltz Verlag,

Besprochen von Sara

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Dass Ich Ich bin, ist genauso verrückt, dass Du Du bist

Hasak-Lowy, Todd

Dass Ich Ich bin, ist genauso verrückt, dass Du Du bist

Beltz Verlag, 2016


Darren Leben war schonmal besser:
seine Eltern haben sich getrennt,
sein großer Bruder Nate ist weggezogen
und sein Liebesleben steht auf dem Tiefpunkt.
Aber dann steht eines Morgens sein Dad mit einem Schokodonut in der Küche und
eröffnet ihm etwas, was Darren völlig aus der Bahn wirft. Da flüchtet er
kurzerhand zu Nate und kommt dort der seltsam faszinierenden Zoey näher.
Einfacher wird sein Leben dadurch aber nicht...

Ein wirklich interessantes Buch, was auch wirklich gut und originell geschrieben
ist. Denn es ist komplett in Listen erzählt.
Das ist am Anfang etwas verwirrend, aber man findet sich schnell ein.
Erstaunlich ist, dass das Buch insgesamt in nur wenigen Tagen spielt, doch
eigentlich immer spannend bleibt. Es behandelt das Leben eines ganz normalen
High-school Jungen, naja bis auf das vielleicht, was sein Vater ihm eröffnet.
Das ist wirklich seltsam, aber interessant zu lesen, wie Darren damit umgeht.
Ich weiß nicht was ich, in so einer Situation gemacht hätte.
Ein wirklich gutes Buch, vielleicht eher für Leute, die auch mal Bücher zum
Nachdenken lesen wollen.

Ab 14 Jahren

Stevens, Robin

Mord ist nichts für junge Damen

Knesebeck Verlag,

Besprochen von Hannah

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Mord ist nichts für junge Damen

Stevens, Robin

Mord ist nichts für junge Damen

Knesebeck Verlag, 2016


In „Mord ist nichts für junge Damen" geht es um Daisy und Hazel, zwei Schülerinnen auf einem englischen Mädcheninternat. Die beiden Mädchen haben einen Detektiv-Club gegründet, bekommen jedoch keine Fälle, bis ihre Naturkunde Lehrerin vom Balkon stürzt und stirbt. Doch nur Hazel sieht die Leiche, bevor der Mörder sie wegschafft. Wenn ihr wissen wollt, ob Daisy und Hazel den Mord aufklären können, müsst ihr das Buch lesen.

Mir hat das Buch sehr gefallen, weil man auch selber miträtseln kann. Ich fand es spannend und an manchen Stellen auch sehr lustig. Ich würde das Buch für Mädchen von 11-13 Jahren empfehlen.

Tromly, Stephanie

Digby

Oetinger Verlag,

Besprochen von Viola

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Digby

Tromly, Stephanie

Digby

Oetinger Verlag, 2016


Es geht um das Mädchen Zoe, das wegen der Scheidung ihrer Eltern in ein langweiliges Städtchen ziehen muss, in dem es schwer ist Freundschaften zu schließen. Als sie die Bekanntschaft mit Digby macht, der sie behandelt als würden sie sich kennen, ist sie nicht begeistert... Wer will schon als einzigen Freund den schrägen Außenseiter haben. Doch schnell wird auch Zoe bewusst, dass eine Freundschaft mit Digby nicht nur nicht langweilig und nicht einfach sondern auch ziemlich gefährlich ist. Schon bald befindet sie sich mitten in lustigen aber auch gefährlichen Ermittlungen.

Ich finde das Buch super, da wirklich für jeden etwas dabei ist und es nie langweilig wird. Ich würde das Buch für Jungs und Mädchen ab 12 empfehlen aber auch für 15 – 16 Jährige ist es durchaus empfehlenswert.